Das "Ludwig" oder Gourmet-Burger am Junk Food-Day

Burger im Restaurant Ludwig

Eigentlich klar, dass es in Amerika, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten, auch unbegrenzt witzige Ideen für mögliche Feiertage gibt. Einer davon ist heute: der national Junk-Food-Day.

 

Aber keine Angst. Ich werde euch keine Rezepte für fettige Burger und lasche Pommes präsentieren. Nein, ich stelle euch lieber ein kleines, feines Restaurant vor, das aus Junk-Food Gourmet-Food zaubert...

 

 

Angefangen hat alles mit einem Mann (Stefan Liebl), einem gelernten Getreidemüller. Dieser Mann träumte von einem eigenen Restaurant, gefüllt mit zufriedenen Gästen. Und er wollte Speisen zubereiten, die er selbst gerne essen würde.

Im Märchen haben Müllersburschen meist das Glück auf ihrer Seite. Sie haben einen gestiefelten Kater oder Verbindungen zum Königshaus, die ein Happy End garantieren. Nun, einen Kater mit Stiefel oder royale Freundschaften hat Stefan Liebl nicht, aber das Glück des Müllers ist ihm trotzdem hold. Denn der Traum wurde wahr! Stefan Liebl ist nun seit mehr als einem Jahr stolzer Besitzer eines eigenen Restaurants in Landshut: dem "Ludwig".

Das Ludwig ist ein kleines Restaurant mit 24 Plätzen. Man sitzt hier nahe zusammen, gemütlich und gesellig. Es duftet nach frisch Gebrutzeltem und nach warmem Brot. Eine Kombination, die jeden Magen zum Knurren bringt.

 

Im Ludwig, das sich offiziell "Ludwig, burger & beer" nennt, steht Stefan selbst in der Küche. Er ist Autodidakt, selbst erlernter Koch, der viel Wert auf Qualität und Regionalität legt. Das Fleisch ist bio und aus der Gegend, und die Brötchen werden von einem ortsansässigen Bäcker geliefert. Auch das Bier stammt ausschließlich aus bayerischen, meist kleinen Brauereien. (Mir gefallen die schön gestalteten Etiketten der Flaschen. Besonders die "Wuidsau", siehe Bild unten, hat es mir angetan).

Foto Restaurant Ludwig, Bar

"Mit frischen Produkten zu arbeiten macht mich glücklich!"

Insgesamt stehen 20 Biere fest auf der Karte. "Hinzukommen dann noch die Tages-Biere und das Bier der Woche", erklärt Stefan. "Manche Brauer bringen meine Bestellung sogar selbst mit ihrem eigenen PKW vorbei."

 

Burger gibt es sieben. Davon ist einer vegetarisch und einer sogar vegan. Dazu kann man hausgemachte Fritten, Süßkartoffeln-Fritten, knackfrischen Salat und vier verschiedene Soßen bestellen.

 

Alle 3 Monate gestaltet Stefan die Speisekarte neu.  Je nach Jahreszeit verändert er die Burger und wählt passende Biere für seine Gäste. Aber einen Burger gibt es immer - egal ob es schneit oder die Sonne vom Himmel sticht: den "Ludwig", mit Schmelzzwiebeln, Fleisch, Salat, Haussoße und Speck oder Käse. "Das ist der Klassiker, der Renner", sagt Stefan. "Den servieren wir wirklich oft."

 

Und weil Stefan die meiste Zeit in der Küche verbringt, hat er natürlich jemanden, der seine Burger serviert...

Das Ludwig-Team

Stefan Liebl, der Burgerspezialist                                                       Mehrzad und Stefan

"Wir sind alle ein bisschen anders, ein bisschen schräg." So beschreibt Stefan seine Mannschaft im Ludwig. "Und wir treten als Familie auf." Teilweise stimmt das sogar wortwörtlich, denn mit im Team ist Sandra, Stefans Ehefrau. Sie managt, neben den beiden gemeinsamen Kindern, auch das Backoffice.

Und dann gibt es in der Ludwig-Familie auch noch Mehrzad, den Freund. Mehrzad leitet den Service. Er serviert, organisiert die Reservierungen und teilt die Hilfskräfte ein. "Mehrzad ist ein extrem weltoffener Typ", sagt Stefan. "Er kann einfach mit jedem." Das empfinde ich auch so. Mehrzads ruhige, freundliche Art verbreitet Wohlfühlatmosphäre. Eigentlich die perfekte Atmosphäre um auf sein Essen zu warten.

Foto Restaurant Ludwig

Als ich Stefan in die Küche begleite und beobachte, wie er meinen Burger zubereitet (ich durfte nämlich einen probieren),  fällt mir auf, wie glücklich und zufrieden Stefan wirkt. Er lächelt, als er Tomaten schneidet und er grinst als er mir seinen Salat-Mix zeigt. Stefan ist angekommen: als Koch und als Restaurantbesitzer. Als ich ihn frage, wo er sich in fünf Jahren sieht, antwortet er: "Hoffentlich immer noch hier." Es war eine stressige Zeit, bis Stefan im Ludwig endlich Gäste empfangen konnte. Jetzt möchte er sein Restaurant genießen, mit den Kunden lernen und Zeit haben, seine Kinder aufwachsen zu sehen. Und was ihm ganz wichtig ist: richtig gute Burger machen...Und die macht er!

 

Bye, bye national Junk-Food-Day. Es lebe der Tag des Gourmet-Burgers und das "Ludwig"!

Diesen leckeren Burger durfte ich testen. Einfach "mmmh!"

Hier noch ein paar generelle Kochtipps von Stefan

Grafik Kochtipps

Adresse:

Ludwig burger & beer

Heilig-Geist-Gasse 401, 84028 Landshut

0871/96641606 

 

Öffnungzeiten: (Stand: Juli 2016)

Dienstag 11:30–14:30, 17:30–22:00
Mittwoch 11:30–14:30, 17:30–22:00
Donnerstag 11:30–14:30, 17:30–22:00
Freitag 11:30–14:30, 17:30–23:00
Samstag 11:30–14:30, 17:30–23:00

Tipp: Am besten ruft ihr an und reserviert einen Tisch, denn meistens ist es sehr voll. Und noch etwas: Im Ludwig sagt man "du" zueinander - auch schon am Telefon. :-)

Sogar Weihnachtsfeiern, Hochzeiten und sonstige Feste kann man im Ludwig feiern. Einfach nachfragen!

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Text, Fotos und Grafik: Christine Lang

Herzlichen Dank an: Stefan Liebl. Ich freue mich, dass du deinen Traum lebst.

Liebe Grüße an Mehrzad.


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Kommentare: 1
  • #1

    Mareike Schiemann (Donnerstag, 21 Juli 2016 16:39)

    Einfach märchenhaft schön geschrieben und fotografiert. Der Vergleich mit dem gestiefelten Kater - genial.
    Toller Artikel.
    Ich liebe es von Menschen zu hören und lesen, die etwas in ihren Leben aus Leidenschaft und mit Herz tun. Ich wünsche Stefan Liebl viel Erfolg und Freude bei seiner Arbeit.
    ...und sollte ich einmal nach Landshut kommen, werde ich mich von den guten Düften leiten lassen.


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