Die neue Reihe: 8 Dinge, die den Herbst so richtig lifeissimo machen

Ding 1: Meisengebäck und Futterbaum - selbst gemacht

Für mich ist das Beobachten von Vögeln am Futterplatz beruhigend und entspannend - wie eine kurze Auszeit. Deshalb gehört das "Bird-watching" auf jeden Fall zu den Dingen, die den Herbst lifeissimo machen.

 

Ganz besonders, wenn das Meisengebäck und der Futterbaum aus der Eigenproduktion stammen.

 

Für beides gibt es hier die DIY-Anleitung.

 

 

 

 

Ich habe mich für Meisengebäck in Ausstechformen entschieden. Das hat zwei Vorteile: die Piepmatze werden satt und wir haben gleichzeitig eine schöne Dekoration.

Zur Zeit ist es ja noch sehr warm. Trotzdem könnt ihr mit der Herstellung der Futteranhänger schon beginnen. Das Vogelgebäck lässt sich prima in Keksdosen aufbewahren.

Das braucht ihr dafür:

Anleitung Meisenplätzchen

Lasst das Kokosfett vorsichtig schmelzen (es ist dann nicht mehr weiß, sondern ölig-durchsichtig). Es darf aber nicht kochen! Dann gebt ihr das Sonnenblumenöl dazu. (Das Öl verhindert das Brechen der fertigen 'Plätzchen'). Zum Schluss fehlen nur noch der Vogelfuttermix und der Erdnussbruch. Vermischt alles und wartet, bis die Masse wieder etwas erkaltet. Während des Abkühlens müsst ihr immer mal wieder umrühren. (Das Fett sollte wieder weißlich werden, aber noch formbar sein.) Da das etwas dauert, fangt ihr mit dem Meisengebäck-Projekt am besten am Morgen an.

 

Während die Masse kühlt, könnt ihr verschieden lange Schnüre abschneiden und je eine Schnur durch eine Form fädeln. Die vorbereiteten Ausstechformen legt ihr dann (mit den durchgefädelten Schnüren) auf die mit Backpapier ausgelegten Backbleche.

Sobald die Futtermasse verarbeitungsfähig ist,  löffelt ihr sie in die Plätzchenformen.

Wenn ihr eure Formen befüllt habt, heißt es wieder: Warten - vielleicht sogar bis zum nächsten Morgen. Aber dann ist das Vogelgebäck ganz sicher fertig.

Kokosfett schmilzt sehr leicht. Die Plätzchen sollten daher erst ab 10 Grad rausgehängt werden. Wer einen schattigen Platz für seinen Futterbaum hat, kann die Plätzchen auch schon ab 15 Grad am Futterbaum platzieren.

Als Alternative für das Kokosfett könnt ihr auch tierisches Fett (vom Metzger) verwenden. Tierische Fette sind fester und vertragen mehr Sonne und höhere Temperaturen.

Tipp: Vogelarten kennenlernen

Ich weiß nicht, wie es euch geht. Aber ich muss immer wissen, wer da so im Garten unterwegs ist. Ich glaube, diese Eigenschaft habe ich von meinem Großonkel geerbt. Mein Großonkel konnte jeden Vogel, fast jedes Insekt und ganz sicher jede Blume beim Namen nennen. Als Kind war das für mich sehr beeindruckend und es hat mich geprägt. Auch in unserem Haushalt gibt es selbstverständlich ein Vogelbestimmungsbuch und auch eines für Insekten. Und ich kann euch sagen, es ist wunderschön, wenn man weiß, wer zum Essen kommt. Manchmal kann man sich auch richtig geehrt fühlen, wenn es Vögel sind, die eigentlich einen anderen Lebensraum bevorzugen oder auf der Durchreise sind.

 

Mein Tipp lautet also: Legt euch ein Nachschlagewerk für Vögel zu. Ganz sicher könnt ihr mit eurem Wissen auch bei euren Kindern, Enkeln oder Nichten und Neffen punkten :-)

Wer lieber online die gefiederten Gartenfreunde kennenlernen möchte, kann hier nachsehen.

Und nun zum Futterbaum

Vogelbaum mit Meisenknödel

Das braucht ihr dafür:

Anleitung Futterbaum

Besorgt euch einen Ast (es können ruhig noch Blätter daran hängen), einen winterfesten Blumentopf und Betonestrich vom Baumarkt. (Als Anhaltspunkt: für meinen Topf habe ich 20kg Betonestrich verwendet).

Stützt den Ast im Topf gut ab, denn so sollte er die nächsten 2 Tage verbleiben, rührt den Betonestrich mit Wasser an (genaue Anleitung steht auf der Packung) und füllt den Beton in den Topf.

Nun braucht ihr zwei Tage Geduld. Dann ist der Futterbaum im Topf fertig. Alles was ihr jetzt noch benötigt, ist eine Lichterkette, wenn ihr das wollt und etwas Moos oder Steine um den Beton zu verstecken.

links: der einbetonierte Ast im Topf, rechts: die Betonoberfläche mit Moos verschönert.

Am besten steht der Futterbaum ein bisschen im Schatten, damit die Meisenplätzchen auch an sonnigen Tagen nicht zerfließen. Aber natürlich sollt ihr das Bäumchen von drinnen sehr gut sehen können.

Der Futterbaum bei Nacht

Lichterkette am Baum

Ich wünsche euch gutes Gelingen und jede Menge schöne Vogelbeobachtungs-Momente.

Ach ja, solltet ihr noch Fragen haben, könnt ihr mir gerne Schreiben.

 

Alles Liebe, Christine


Fotos, Grafiken und Text: Christine Lang


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Kommentare: 6
  • #1

    Brigitte Uhrmann (Mittwoch, 28 September 2016 08:52)

    Wie wunderschön Du das Füttern der Vögel mit kreativ erstellter Deko verbindest, alle Achtung. Und nachts schafft Deine Kreation als Lichterbaum Ambiente auf der Terrasse. Der Name Lifeissimo ist wirklich Programm.

  • #2

    Christine (Mittwoch, 28 September 2016 09:27)

    Danke, liebe Brigitte. Über deine Worte freue ich mich sehr.

  • #3

    Mareike Schiemann (Mittwoch, 28 September 2016 14:18)

    Was für eine schöne Idee. Ich bin kein Vogel und finde es sieht lecker aus.

  • #4

    Annette York (Mittwoch, 28 September 2016 17:36)

    Du hast immer so super Ideen, liebe Christine! Wäre ich noch in Deutschland, dann würde ich sofort Meisenplätzchen machen. Hier in L. A. gibt es keinen Herbst. Es ist nach wie vor täglich 30 - 35° hier - und ich liebe es! :D

  • #5

    Christine (Donnerstag, 29 September 2016 09:55)

    Danke, liebe Mareike. In der Keksdose sehen die Meisenplätzchen wirklich zum Anbeißen aus.

  • #6

    Christine (Donnerstag, 29 September 2016 10:00)

    Dankeschön, liebe Annette. Als ich den Artikel geschrieben habe, habe ich an dich gedacht und daran, dass du ja keinen Herbst hast. Genieße euren langen Sommer! Ich schick dir liebe Grüße vom beginnenden Herbst aus deiner alten Heimat.


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